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Ästhetische Zahnmedizin

Natürlich statt makellos: Warum beim Lächeln weniger oft mehr ist.

Die Redaktion von finews war bei uns an der Löwenstrasse zu Gast. Das Gespräch drehte sich um eine Entwicklung, die wir im Praxisalltag seit Jahren beobachten.

Dr. Nazanin Böhle · Redaktion HOS
6 Min Lesedauer20. Oktober 2026

Das makellose Einheitslächeln hat ausgedient

Jahrelang galt ein klares Ziel: möglichst gerade, möglichst weisse, möglichst makellose Zähne. Das Hollywood-Smile eben. Wer heute zu uns kommt, möchte das immer seltener. Gefragt ist etwas anderes — ein Ergebnis, das niemandem auffällt.

Moderne Ästhetik bedeutet für uns, weniger zu machen und trotzdem das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Eine kleine Fehlstellung korrigieren, die Zahnreihen harmonisieren, vielleicht die Farbe etwas aufhellen — ohne dass am Ende jeder Zahn aussieht wie der nächste.

Diskretion ist ein eigener Anspruch

Besonders deutlich zeigt sich das bei Patientinnen und Patienten aus Berufen mit viel Kundenkontakt — in Zürich häufig aus der Finanzbranche. Wer täglich präsentiert, verhandelt oder ein Team führt, möchte weder mit sichtbaren Metallbrackets im Meeting sitzen noch mit einem Lächeln auffallen, das offensichtlich gemacht wirkt.

  • Durchsichtige Schienen statt fester Zahnspange — herausnehmbar und im Alltag kaum sichtbar. Mehr zu Alignern für Erwachsene
  • Zurückhaltende Farbkorrektur statt maximaler Aufhellung — ein professionelles Bleaching ab CHF 440.– bleibt im natürlichen Bereich
  • Einzelne Zähne angleichen statt das ganze Gebiss überarbeiten

Zahnsubstanz ist unersetzbar

Das ist für uns der wichtigste Grundsatz. Gesunde Zahnsubstanz, die einmal abgeschliffen ist, kommt nicht zurück. Deshalb gehen wir in dieser Reihenfolge vor:

  • Zuerst die Stellung korrigierenLässt sich das Ergebnis kieferorthopädisch erreichen, ist das immer der schonendste Weg — die Zähne bleiben vollständig erhalten.
  • Dann minimalinvasiv ergänzenComposite Bonding ab CHF 600.– pro Zahn korrigiert Form, Lücken und Kanten — meist ganz ohne Beschleifen.
  • Erst dann KeramikNon-Prep Veneers ab CHF 2’400.– pro Zahn kommen in vielen Fällen ohne Abtragen der Zahnsubstanz aus; klassische Veneers ab CHF 1’900.– nur dort, wo es fachlich nötig ist.

Was wir kritisch sehen: «Turkey Teeth»

Unter diesem Schlagwort kursieren auf TikTok und Instagram zahlreiche Bilder von Behandlungen, bei denen gesunde Zähne stark abgeschliffen werden, bevor sie überkront oder verblendet werden. Das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick beeindruckend — der Preis dafür ist allerdings dauerhaft.

Was dabei verloren geht

Wird viel Zahnsubstanz abgetragen, ist der Zahn dauerhaft auf eine Versorgung angewiesen. Kronen und Verblendungen halten nicht ewig und müssen irgendwann erneuert werden — mit jedem Mal wird es aufwendiger. Ein Zahn, der nie beschliffen wurde, behält dagegen alle Optionen. Deshalb klären wir vorher immer ab, ob sich das gewünschte Ergebnis auch schonender erreichen lässt.

Das Ergebnis sehen, bevor es beginnt

Was die Entscheidung spürbar erleichtert: Das mögliche Ergebnis lässt sich heute zeigen, bevor die Behandlung überhaupt begonnen hat. Der Mund wird digital erfasst, die Zahnbewegungen werden vorausgeplant und die einzelnen Schritte simuliert. So wird vorab sichtbar, wie sich die Zahnstellung verändern soll — und ob das Ergebnis wirklich dem entspricht, was man sich vorstellt. Mehr dazu im Beitrag Smile Makeover.

Was ein schönes Lächeln ausmacht

Für mich ist Schönheit vor allem Harmonie und Individualität. Jeder Mensch ist anders — und genauso individuell sollte am Ende auch das Ergebnis sein. — Dr. med. dent. Nazanin Böhle, Inhaberin von House of Smiles

Entscheidend ist nicht, einem bestimmten Ideal möglichst nahezukommen, sondern sich selbst darin wiederzuerkennen. Genau deshalb beginnt bei uns jede ästhetische Behandlung mit einem Gespräch — und manchmal endet sie auch dort, weil gar nichts gemacht werden muss.

Der Beitrag bei finews

Das vollständige Gespräch über veränderte Schönheitsideale, digitale Planung und den Erhalt der Zahnsubstanz lesen Sie bei finews: «Das neue Statussymbol trägt man im Mund» — ebenfalls verfügbar in der englischen Fassung.

Sie überlegen, ob und was bei Ihnen sinnvoll wäre? Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Praxis am Löwenplatz in Zürich — wir sagen Ihnen ehrlich, was wir empfehlen und was nicht nötig ist.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle zahnärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir in einem persönlichen Gespräch auf Basis Ihrer Ausgangslage.

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